Schmuck Ankauf und Schmuck verkaufen, offensichtlich ein krisensicheres Geschäft

In den Zeiten der Wirtschaftskrise hatten viele Branchen und Unternehmen oft hart zu kämpfen. An manchen hingegen ist die Krise nahezu spurlos vorbeigegangen - so auch an den meisten Unternehmen in der Branche Schmuckankauf, und an vielen Geschäften, die Schmuck verkaufen.

Die Gründe dafür sind durchaus vielschichtig - ganz allgemein betrachtet zeigt sich aber - was viele erst einmal nicht erwartet hätten - dass Goldschmuck verkaufen offensichtlich ein sehr krisensicheres Geschäft ist, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oft sogar noch zulegt. Überdies zeigt sich dieser Effekt nicht erst in der letzten Wirtschaftskrise - auch in vergangenen Zeiten, und speziell im wirtschaftlich oft turbulenten vergangenen Jahrhundert verließen sich Schmuckhändler immer schon darauf, dass in wirtschaftlichen Zeiten regelmäßig noch mehr Geld in die Kassen floss, als davor und danach.

Schmuck als sichere Wertanlage in schwierigen Zeiten - und als letzte Bargeldreserve

Die starke Rezession Ende der zwanziger Jahre, mit der darauf folgenden Weltwirtschaftskrise, das Auf und Ab der Währungen und mehr als eine massive Geldentwertung haben den Anfang des vorigen Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Menschen vertrauten dem Geld nicht mehr - konnte doch das gesamte Ersparte innerhalb nur weniger Monate oft plötzlich nur noch einen Laib Brot oder sogar weniger wert sein. Schmuck aus Edelmetallen war daher die bevorzugte Wertanlage vieler Menschen - denn Edelmetalle wie Gold und Silber verloren ihren Wert nicht von einem Tag auf den anderen, wie die Geldscheine und Währungen - sie behielten ihren Wert auch in Krisenzeiten. Oft genug wurde der Familienschmuck dann in letzter Not gegen Nahrungsmittel oder andere wichtige Dinge, wie Bordkarten für Auswandererschiffe eingetauscht - mit Gold konnte man sich immer noch etwas erkaufen, selbst wenn Geldscheine nicht einmal mehr das Papier wert waren, auf dem sie gedruckt wurden.
Den großen Profit in diesen Krisenzeiten machten natürlich die Schmuckhändler. Sie nahmen Schmuckstücke während der Krisen für vergleichsweise lächerlich geringe Summen in Zahlung und verkauften sie, nachdem die Krise vorüber war, an andere Familien, als sichere Wertanlage für schlechte Zeiten zu einem sehr viel höheren Preis. In manchen südlichen Ländern stellt Gold- und Silberschmuck noch heute die primäre Vorsorge für Krankheit, Alter und Notfälle dar - dort traut man dem Papiergeld noch heute nicht.
An der Beständigkeit des Wertes von Gold und Silber hat sich auch heute nichts geändert, das zeigt sich auch an den nur geringen Preisschwankungen der Edelmetalle auf den Weltmärkten. Und an der Krisensicherheit des Schmuckhandels auch nicht.